„Die Göt­ter haben Men­schen­ge­stalt an­ge­nom­men und sind zu uns he­r­ab­ge­kommen!“

Apg 14, 11 b


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Lesung zum Shabat am 5. Sep­tember 2026

Apos­tel­ge­schichte 14

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Um 63 n. Chr.

In Iko­ni­um gin­gen sie in der­sel­ben Weise (wie in An­ti­o­chia) in die Sy­na­go­ge der Juden und pre­dig­ten mit sol­chem Er­folg, dass sowohl von den Juden als auch von den Grie­chen eine große Zahl zum Glau­ben kam.

Von den Juden aber reiz­ten die, wel­che un­gläu­big ge­blie­ben waren, die heid­ni­sche Be­völ­ke­rung zur Er­bit­te­rung gegen die Brü­der an.

Den­noch blie­ben Pau­lus und Bar­na­bas ge­rau­me Zeit dort und pre­dig­ten frei­mü­tig im Ver­trau­en auf den Herrn, der für das Wort sei­ner Gnade da­durch Zeug­nis ab­leg­te, dass er Zei­chen und Wun­der durch ihre Hän­de ge­sche­hen ließ.

Da ent­stand eine Spal­tung unter der Be­völ­ke­rung der Stadt: die einen hiel­ten es mit den Juden, die an­de­ren mit den Apos­teln.

Als aber die Hei­den und die Juden im Ein­ver­neh­men mit der dor­ti­gen Obrig­keit vol­ler Wut den Be­schluss fass­ten, sich tät­lich an ihnen zu ver­grei­fen und sie zu stei­ni­gen,

ent­flo­hen sie, nach­dem sie Kunde davon er­hal­ten hat­ten, in die ly­ka­o­ni­schen Städ­te Lys­tra und Derbe und deren Um­ge­gend

und setz­ten auch dort die Ver­kün­di­gung der Heils­bot­schaft fort.

Nun wohn­te da in Lys­tra ein Mann, der keine Kraft in sei­nen Bei­nen hatte; er war von Ge­burt an lahm und hatte noch nie­mals gehen kön­nen.

Die­ser hörte der Pre­digt des Pau­lus zu; und als die­ser ihn fest ansah und er­kann­te, dass er den Glau­ben hatte, der zu sei­ner Hei­lung nötig war,

10 rief er ihm mit lau­ter Stim­me zu: »Stel­le dich auf­recht auf deine Füße hin!« Da sprang er auf und ging umher.

11 Als nun die Volks­men­ge sah, was Pau­lus getan hatte, er­ho­ben sie ihre Stim­me und rie­fen auf ly­ka­o­nisch aus: »Die Göt­ter haben Men­schen­ge­stalt an­ge­nom­men und sind zu uns he­r­ab­ge­kom­men!«

12 Dabei nann­ten sie Bar­na­bas Zeus und den Pau­lus Her­mes, weil die­ser es war, der das Wort führte;

13 und der Pries­ter des Zeus, der vor der Stadt sei­nen Tem­pel hatte, brach­te Stie­re und Krän­ze an das Stadt­tor und woll­te mit den Volks­scha­ren Opfer dar­brin­gen.

14 Als die Apos­tel Bar­na­bas und Pau­lus das ver­nah­men, zer­ris­sen sie ihre Klei­der, spran­gen in die Volks­men­ge hi­n­ein

15 und rie­fen laut: »Ihr Män­ner, was tut ihr da? Wir sind auch nur Men­schen von der­sel­ben Art wie ihr und ver­kün­di­gen euch die Heils­bot­schaft, damit ihr euch von die­sen Ver­kehrt­hei­ten zu dem le­ben­di­gen Gott be­kehrt, der den Him­mel und die Erde, das Meer und alles, was darin ist, ge­schaf­fen hat.

16 Er hat in den ver­gan­ge­nen Zeiten alle Hei­den­völ­ker ihre ei­ge­nen Wege gehen las­sen,

17 doch sich durch seine Wohl­ta­ten nicht un­be­zeugt ge­las­sen, indem er euch Regen und frucht­ba­re Zei­ten vom Him­mel her ge­sandt und euch reich­lich Nah­rung ge­schenkt und eure Her­zen mit Freu­de er­füllt hat.«

18 Durch diese Worte brach­ten sie die Menge nur mit Mühe davon ab, ihnen zu op­fern.

19 Es kamen dann aber Juden aus An­ti­o­chia und Iko­ni­um he­r­ü­ber, wel­che die Ein­woh­ner­schaft um­stimm­ten; sie stei­nig­ten Pau­lus und schleif­ten ihn zur Stadt hi­n­aus in der Mei­nung, er sei tot.

20 Als ihn aber die Jün­ger um­ring­ten, stand er auf und ging wie­der in die Stadt hi­n­ein.

21 Am fol­gen­den Tage zog er dann mit Bar­na­bas nach Derbe wei­ter. Sie ver­kün­dig­ten die Heils­bot­schaft (auch) in die­ser Stadt und kehr­ten, nach­dem sie zahl­rei­che Jün­ger ge­won­nen hat­ten, nach Lys­tra, Iko­ni­um und (dem pi­si­di­schen) An­ti­o­chia zu­rück.

22 Sie stärk­ten über­all die Her­zen der Jün­ger, er­mahn­ten sie zu fes­tem Aus­har­ren im Glau­ben und wie­sen sie da­r­auf hin, dass wir durch viele Lei­den in das Reich Got­tes ein­ge­hen müs­sen.

23 Sie er­wähl­ten ihnen für jede Ge­mein­de Äl­tes­te und be­fah­len diese unter Gebet und Fas­ten dem Herrn, an den sie gläu­big ge­wor­den waren.

24 Als sie dann Pi­si­di­en durch­zo­gen hat­ten, kamen sie nach Pam­phy­lien,

25 wo sie in Perge das Wort (des Herrn) noch pre­dig­ten; dann zogen sie nach At­ta­lia hinab.

26 Von dort fuh­ren sie zu Schiff nach An­ti­o­chia, von wo aus sie der Gnade Got­tes für das Werk, das sie nun glück­lich voll­bracht hat­ten, be­foh­len wor­den waren.

27 Nach ihrer An­kunft be­rie­fen sie eine Ge­mein­de­ver­samm­lung und be­rich­te­ten über alles, was Gott durch sie voll­bracht hatte, be­son­ders da­r­über, dass er den Hei­den die Tür zum Glau­ben auf­ge­tan habe.

28 Sie blie­ben so­dann noch län­ge­re Zeit bei den Jün­gern dort.

 


Ver­wen­de­ter Text: Menge-Bibel (1939)
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